Spielervermittler in der Fußballbundesliga – und ihre Rechnungen

Ein (Profi-)Fußballverein kann aus den Rechnungen von Spielervermittlern einen Vorsteuerabzug geltend machen, urteilte jetzt das Finanzgericht Düsseldorf.

Einem Verein aus der Fußballbundesliga wurden von Spielervermittlern anlässlich des Transfers und der Vertragsverlängerung von Berufsfußballspielern Rechnungen erteilt, aus denen er den Vorsteuerabzug geltend machte. Das Finanzamt versagte den Vorsteuerabzug, da zwischen dem Verein und den Spielervermittlern kein Leistungsaustausch stattgefunden habe. Vielmehr habe der Verein Zahlungsverpflichtungen der Fußballspieler aus von diesen abgeschlossenen Managementverträgen übernommen.

Das Finanzgericht Düsseldorf sah die Klage als begründet an: Die Spielervermittler hätten Leistungen an den Verein erbracht. Dieser sei als Auftraggeber berechtigt und verpflichtet gewesen. Selbst wenn die Vermittlungsleistungen bereits Gegenstand der zwischen den Spielervermittlern und den Fußballspielern geschlossenen Managementverträge gewesen sein sollten und eine treuwidrige Doppeltätigkeit vorgelegen haben sollte, wäre dies steuerrechtlich unerheblich.

Die Spielervermittler haben durch die Beratung und Vermittlung beim Transfer bzw. bei der Vertragsverlängerung von Berufsfußballspielern sonstige Leistungen im Sinne des § 3 Abs. 9 UStG in Form von Vermittlungsleistungen gegen Entgelt an den Kläger erbracht. Zwischen dem Fußballverein und den Spielervermittlern bestand ein Leistungsaustauschverhältnis im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr. 1 Satz 1 UStG, aufgrund dessen der Fußballverein als Empfänger einer Leistung der Spielervermittler angesehen werden kann. Ein Leistungsaustausch im Sinne des § 1 Abs. 1 Nr ...

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