7.000 Euro Entschädigung für Videoüberwachung

Das Hessische Landesarbeitsgericht hat einen Arbeitgeber in einem jetzt bekannt gewordenen Urteil zur Zahlung einer Entschädigung von 7.000 Euro verurteilt, weil er eine Mitarbeiterin mindestens seit Juni 2008 an ihrem Arbeitsplatz permanent mit einer Videokamera überwachte (Urteil vom 25. Oktober 2010 - 7 Sa 1586/09). Die 24-jährige kaufmännische Angestellte arbeitete in einer hessischen Niederlassung eines bundesweit tätigen Unternehmens. Gegenüber der Eingangstür des Büros hatte der Arbeitgeber eine Videokamera angebracht, die nicht nur auf den Eingangsbereich, sondern im Vordergrund auch auf den Arbeitsplatz der Klägerin gerichtet war. Mit der im Oktober 2008 eingegangenen Klage machte die Mitarbeiterin Schadensersatzansprüche wegen Persönlichkeitsverletzung geltend. Das Arbeitsgericht Wetzlar verurteilte den Arbeitgeber zur Zahlung einer Entschädigung von 15.000 Euro (Urteil vom 01.09.2009 – 3 Ca 211/08).

Arbeitnehmerin wusste von der Überwachung

Die gegen dieses Urteil eingelegte Berufung hatte nur zum Teil Erfolg. Weder das Arbeitsgericht noch das Landesarbeitsgericht ließen die Einwendungen des Arbeitgebers gelten ...

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