“Wäre es nicht an der Zeit, Vergabestellen zu verpflichten, wenigstens Bekanntmachungen und Vergabeunterlagen elektronisch bereitzustellen?” – Interview mit Rudi Grimm, Geschäftsführer bi medien

Noch bis Ende April hält die EU-Kommission eine Konsultation zur eVergabe offen. Vergabeblog sprach mit Rudi Grimm, Geschäftsführer der bi medien GmbH, die bereits seit 1996 eine Ausschreibungsdatenbank im Internet betreibt, über die Entwicklung seit dem, Akzeptanzprobleme trotz klarer Vorteile, die Kooperation mit Vergabe24, über die Kostenverteilung zwischen Vergabestelle und Bieter sowie die staatliche Konkurrenz durch bund.de. Mit zum Teil überraschenden Antworten.

Die EU Kommission stellte vor kurzem fest, dass in der EU bei öffentlichen Aufträgen oberhalb der EU-Schwellenwerte gerade mal 5% elektronisch abgewickelt werden. Und das auch nur in einigen Mitgliedsstaaten, in den anderen ist nicht einmal das erreicht. Sind Sie überrascht?

Nein. Da die EU-Kommission unter eVergabe ja nicht nur die elektronische Veröffentlichung von Bekanntmachungen und Vergabeunterlagen versteht, sondern die medienbruchfreie Abwicklung des gesamten Vergabeprozesses, mindestens bis zur elektronischen Angebotsabgabe, Öffnung und Zuschlagserteilung, überrascht mich das nicht.

Wir merken täglich, wie schwer sich Vergabestellen damit tun, eVergabe durchgängig einzuführen. Und wir beschäftigen uns schon lange damit. Seit 1996 betreiben wir unsere Ausschreibungsdatenbank im Internet. Schon 2001 hatten wir die ersten Module unserer eVergabe-Lösung entwickelt und man konnte über www.bi-online.de schon elektronische Vergabeunterlagen herunterladen. Seit 2002, also schon seit mehr als 8 Jahren, können über unser eVergabe-System verschlüsselte und mit elektronischer Signatur versehene Angebote abgegeben werden.

Seitdem werben wir intensiv für die eVergabe. Zugleich entwickeln wir das System weiter, machen das System für Auftraggeber und für Bieter komfortabler. Zudem bieten wir sowohl Vergabestellen als auch Bietern Unterstützung bei der Einführung der elektronischen Vergabe an ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK