Unzuverlässiger Handwerker: Gewerbe untersagt

Als „unzuverlässig“ hat das Landratsamt Main-Spessart einen selbstständigen Handwerker aus Karbach eingestuft und dem 41-Jährigen deshalb sein Gewerbe und jede andere selbstständige Tätigkeit untersagt. Das Würzburger Verwaltungsgericht hat die Entscheidung der Behörde bestätigt und eine Klage des Handwerkers gegen die Gewerbeuntersagung abgewiesen.

Kurz und knapp fiel die Urteilsbegründung des Richters aus: „Das Gericht ist der Auffassung, dass es dem Kläger an der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit fehlt.“ Im Interesse der Allgemeinheit sei die Untersagung jeglicher selbstständiger gewerblicher Tätigkeit zurecht erfolgt. Zuvor hatten der Handwerker und sein Anwalt eine Stunde lang versucht, den Richter vom Gegenteil zu überzeugen. In seine schwierige wirtschaftliche Lage ist der 41-Jährige wegen einer schweren Knieverletzung geraten, wegen der er lange Zeit nicht arbeiten konnte.

In der Folge stellte das Landratsamt fest, dass der 41-jährige nach Schätzungen des Finanzamts nicht nur Steuerschulden in fast fünfstelliger Höhe hat, sondern auch der Krankenkasse mittlerweile über 35.000 Euro schuldet. Steuererklärungen fehlen für mehrere Jahre, nach Ansicht des Landratsamts kann der Mann sich derzeit derzeit nicht einmal Waren für sein Unternehmen kaufen.

„Ich bin doch kein Steuerberater ...

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