Frauendiskriminierung bei Beförderung

Bewirbt sich eine schwangere Arbeitnehmerin um eine Stelle und besetzt der Arbeitgeber, dem die Schwangerschaft bekannt ist, diese Stelle mit einem Mann, so hat die Arbeitnehmerin eine geschlechtsspezifische Benachteiligung dann glaubhaft gemacht, wenn sie außer der Schwangerschaft weitere Tatsachen vorträgt, welche eine Benachteiligung wegen ihres Geschlechts vermuten lassen. An diesen weiteren Tatsachenvortrag sind keine strengen Anforderungen zu stellen. Dies hat das Bundesarbeitsgericht in seinem Urteil vom 27. Januar 2011 - 8 AZR 483/09 - festgestellt.

Geklagte hat eine ehemalige Managerin der Plattenfirma Sony BMG, die als eine von drei Abteilungsleitern beschäftigt wurde. Im September 2005 wurde die Stelle des Vicepresident frei. Die Arbeitgeberin besetzte diese mit einem Mann und nicht mit der damals schwangeren Arbeitnehmerin ...

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