Die unzulässige Schleichwerbung unter Verwendung von versteckter Link-Werbung

Nach § 4 Nr. 3 UWG ist es grundsätzlich verboten, den Werbecharakter einer geschäftlichen Handlung zu verschleiern. Dieses Verbot beschreibt also das der getarnten Werbung. Es besteht, weil der Adressat erkennen können muss, ob es sich um eine Werbemaßnahme handelt. Daran hat der Adressat auch ein starkes Interesse, denn es muss erkennbar sein, ob eine Werbeaussage eine objektive Unterrichtung einer unabhängigen Stelle oder Person darstellt oder nicht. Insbesondere in der Zeitung sind oftmals Artikel enthalten, die so positiv über eine bestimmte Sache berichten, dass man sich zum Teil nicht des Eindrucks verwehren kann, es stecke das betreffende Unternehmen selbst dahinter. Dass der Gesetzgeber die Regelung dieser Fallgruppe als besonders wichtig angesehen hat, zeigt sich auch in der Ausgliederung einer bestimmten Untergruppe dieser Fallgruppe in die sogenannte schwarze Liste. Nach Nummer 11 dieser Liste ist es unlauter, wenn der Unternehmer redaktionelle Inhalte zu Zwecken der Verkaufsförderung finanziert, ohne dass sich dieser Zusammenhang aus dem Inhalt oder aus der Art der optischen oder akustischen Darstellung eindeutig ergibt. Dass es aber auch Fallgruppen gibt, die sich im Internet abspielen, zeigt der nachfolgende Fall.

1. Das Oberlandesgericht München hatte jetzt einen Fall zu entscheiden, bei dem die Beklagte einen Telemediendienst betrieb, der unter anderem redaktionell gestaltete Onlineangebote bereithielt ...

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