Nicht mit dem BAG! Höhnische Chefs knicken Karriere einer Schwangeren

Dieses Urteil wird vielen schwangeren Arbeitnehmerinnen weitere Hoffnung geben! In Zukunft dürfte es deutlich einfacher sein, eine Diskriminierung wegen Schwangerschaft nachzuweisen. Der Fall ist aufsehenerregend: Einer aufstrebenden Abteilungsleiterin wurde immer wieder zu verstehen gegeben, dass sie die Nachfolgerin ihres Chefs werden würde. So hat sie ihn zum Beispiel über einen langen Zeitraum immer wieder vertreten. Als die Nachfolgefrage dann aber akut wurde, war die Frau “in anderen Umständen”. Was nun passierte, ist leicht vorstellbar: Sie bekam die Stelle auf einmal nicht mehr und wurde übergangen. Der Grund habe nichts mit der Schwangerschaft zu tun gehabt. Sie solle nicht traurig sein, und sich lieber auf ihr Kind freuen.

Die Kollegin war aber traurig und zwar so sehr, dass sie eine Klage wegen Diskrimierung erhob und zu einem langen Marsch durch die arbeitsgerichtlichen Instanzen aufbrach. Dieser dauert nun schon über fünf Jahre und hat es wirklich in sich! Vor dem Arbeitsgericht gewonnen, dann vor dem Landesarbeitsgericht (LAG) Berlin-Brandenburg verloren, weiter zum Bundesarbeitsgericht (BAG) gezogen, dort insofern obsiegt, als dass ihr Fall zur neuerlichen Aufklärung an das LAG zurückverwiesen wurde, dort erneut verloren und nun schließlich zum zweiten Mal vor dem BAG erfolgreich! Aber: Immer noch nicht abschließend – das Gericht verwies schon wieder an das LAG zurück, diesmal aber an eine andere Kammer. Intern kann man das als kapitale Watschn für die bisherigen LAG-Richter sehen!

Die Ausführungen des Bundesarbeitsgerichts (Urteil vom 27 ...

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