Der Rechtspfleger hilft im Gewaltschutzverfahren – aber wer schützt vor dem Rechtspfleger?

Vor geraumer Zeit suchte mich eine Mandantin auf den letzten Drücker mit einer Terminsladung auf. Sie habe einen Antrag im Gewaltschutzverfahren gestellt. Ein Rechtspfleger habe den Antrag aufgenommen und für sie formuliert. Der Antrag liege bereits beim Gericht, eine Durchschrift habe sie nicht. Jetzt habe sie eine Terminsladung erhalten, obwohl doch eine Entscheidung ohne mündliche verhandlung beantragt worden sei. Sie wolle keinesfalls alleine zu dem Termin gehen. Ob ich sie in dem Verfahren vertreten würde?

Es bestand keine Möglichkeit mehr, vorher Akteneinsicht zu beantragen. Nach umfassender Belehrung über das (Kosten-)Risiko erklärte ich mich bereit, die Mandantin zu dem Termin zu begleiten.

Im Termin durften wir uns dann anhören, daß der Antrag nicht einmal den Mindestanforderungen an einen zulässigen Antrag im Gewaltschutzgesetz genügte. Tatsächlich war in dem Antrag nicht ein einziger konkreter Vorfall genannt worden, auf welchen der Antrag gestützt werden konnte ...

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