Betreuungsangebot durch Unterhaltsverpflichteten zulässig

Ein geschiedener Ehegatte kann von dem anderen wegen der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes kann Unterhalt auch länger als 3 jahren nach der Geburt des Kindes verlangen, wenn dies der Billigkeit entspricht. Dabei sind die Belange des Kindes und die bestehenden Möglichkeiten der Kinderbetreuung zu berücksichtigen. Hier stellt sich immer häufiger die Frage, ob der betreuende Elternteil auch das Betreuungsangebot des anderen Elternteils annehmen muß.

Grundsätzlich besteht für denjenigen, der Unterhalt verlangt die Verpflichtung kindgerechte Betreuungsmöglichkeit zu suchen. Dabei unterstellt die Rechtsprechung, daß öffentliche Einrichungen wie Kindergärten, Kindertagesstätten oder Kinderhorte unter kindgerechte Betreuungsmöglichkeiten fallen. Die Suche muß natürlich zeitlich rechtzeitig erfolgen, daß übermäßige Wartezeiten für eine Betreuungsmöglichkeit verhindert werden. Kindergärten, Kindertagesstätten und Kinderhorten müssen zur Betreuung in Anspruch genommen werden (vgl. BGH in: FamRZ 2010, S. 1050) ...

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