Pfandbon-Missbrauch kann doch zur Kündigung führen

Eine kleine Kehrtwende in Bezug auf den Diebstahl geringwertiger Sachen hat jetzt das ArbG Berlin vollzogen. Entgegen der „Emmely-Rechtsprechung“ des BAG hat es nämlich entschieden, dass auch der Diebstahl geringwertiger Sachen eine fristlose Kündigung rechtfertigen kann (ArbG Berlin, Urteil v. 28.09.2010, 1 Ca 5421/10).

Der klagende Arbeitnehmer war seit mehr als 17 Jahren beim beklagten Arbeitgeber als Kassierer beschäftigt. Gegen ihn lag der dringende Verdacht vor, Pfandbons im Wert von EUR 6,06 erstellt zu haben, ohne dass ein Kassiervorgang stattgefunden hat. Das Geld soll er selbst eingesteckt haben. Der Arbeitgeber hat ihm darauf fristlos gekündigt.

Das Gericht hat die Kündigungsschutzklage hiergegen abgewiesen ...

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