Einstweilige Verfügungen wegen negativer eBay-Bewertungen haben Hochkonjunktur

Wir kommen zurzeit mit der Bearbeitung von Bewertungsfällen fast nicht mehr nach.

Der Januar ist bei vielen eBay-Händlern der Monat, in dem die meisten Bewertungen abgegeben werden. Darunter sind dann auch auffällig viele negative Bewertungen. Der Grund für den Anstieg der Anzahl auch der Bewertungen ist wohl im Weihnachtsgeschäft zu sehen. Die Vorbereitungen für das Fest der Liebe gehen vielen Käufern an die Nieren, so dass das Einkauferlebnis dann nicht immer und oft selbstverschuldet wie gewünscht verläuft.

So zum Beispiel, wenn Käufer die Playstation für den Neffen am 23.12. bestellen und den Käufer 10 Minuten nach Onlineüberweisung per E-Mail anherrschen, er müsse die Ware nun auch versenden, da man sie rechtzeitig zum Fest benötige. Wenn das dann nicht funktioniert, lässt die negative Bewertung (oft mit unwahrem Inhalt) nicht lange auf sich warten.

Auch gerne genommen wird die Bewertungserpressungsmasche. Dank dem allseits geliebten und genauso gehassten Widerrufsrecht im Fernabsatz kann der Käufer die bestellte Ware im Regelfall bekanntlich testen und nach Nichtgefallen zurücksenden. Der Verkäufer muss in diesem Fall die Hinsendekosten und, wenn der Wert der Ware 40,00 € nicht übersteigt, auch die Rücksendekosten tragen. Dazu kommt, dass der Artikel, der zurückkommt, oft nicht mehr als neu verkäuflich ist. Eine erhebliche finanzielle Belastung für den Verkäufer. Manche Käufer machen sich diese Zwangslage zunutze, in dem sie einen Widerruf, der ohne Begründung ausgeübt werden kann, androhen und gleichzeitig aber anbieten, darauf zu verzichten, wenn der Verkäufer ihnen einen Rabatt auf den Kaufpreis gewährt ...

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