Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechteverordnung

Der Bundesgerichtshof hat sich im Streit um die gerichtliche Zuständigkeit für Ansprüche auf Ausgleichszahlung nach der EU-Fluggastrechteverordnung gegen ein Luftfahrtunternehmen, das seinen Sitz nicht in der Europäischen Union hat, auf die Seite der betroffenen Kunden gestellt und einen Zuständigkeit der deutschen Gerichte bejaht, wenn die Flugreise in Deutschland begann bzw. beginnen sollte.

Die Kläger des jetzt vom Bundesgerichtshof entschiedenen Rechtsstreits verlangen von dem beklagten Luftfahrtunternehmen, das seinen Hauptsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika hat, unter anderme eine Ausgleichzahlung in Höhe von jeweils 600 € nach Artikel 5 und 7 der EU-Fluggastrechteverordnung. Die Kläger buchten bei der Beklagten einen Flug von Frankfurt am Main in die USA. Wegen eines Defekts des Flugzeugs wurde der Flug jedoch annulliert und die Kläger konnten erst am nächsten Tag in die USA fliegen.

Das erstinstanzlich mit der Klage befasste Amtsgericht Frankfurt am Main hat die Klage abgewiesen, weil es sich für international nicht zuständig gehalten hat. Auf die Berufung der Kläger hat dagegen das Oberlandesgeircht Frankfurt am Main die internationale Zuständigkeit deutscher Gerichte bejaht und das beklagte Luftfahrtunternehmen zur Ausgleichszahlung nebst Zinsen verurteilt.

Hiergegen wandte sich die amerikanische Fluggesellschaft zum Bundesgerichtshof, der nun jedoch die Revision in der Hauptsache zurückgewiesen hat. Wenn ein Luftfahrtunternehmen mit Sitz außerhalb der Europäischen Union gestützt auf die EU-Fluggastrechteverordnung auf Ausgleichszahlung in Anspruch genommen wird, sind bei einem geplanten Abflug aus Deutschland die hiesigen Gerichte zuständig, entschied der Bundesgerichtshof ...

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