2C_571/2010: Besteuerung von Gewinnen aus ausserkantonalem Liegenschaftenhandel nicht mehr zulässig (amtl. Publ.)

Das BGer ändert seine Praxis zur Grundstückgewinnsteuer. Das StHG lässt den Kantonen zwar weiterhin die Wahl zwischen dem dualistischen System (Grundstückgewinne des Privatvermögens unterliegen der Grundstückgewinnsteuer, solche des Geschäftsvermögens der ordentlichen Einkommens- und Gewinnsteuer) und dem monistischen System (alle Grundstückgewinne durch die Grundstückgewinnsteuer erfasst). Gewinne aus ausserkantonalem Liegenschaftenhandel dürfen aber nicht mehr im Kanton besteuert werden, in dem sich die Liegenschaft befindet, wenn die Steuerpflicht nur auf Immobilienbesitz beruhen würde. Bisher hatte es das BGer zugelassen, dass auch Gewinne von Liegenschaftenhändlern erfasst werden, wenn im betreffenden Kanton lediglich eine Steuerpflicht aus Grundeigentum besteht ("ausserkantonaler Liegenschaftenhandel"). In seiner jüngeren Rechtsprechung hat das BGer aber das Schlechterstellungsverbot und den Grundsatz der Besteuerung nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit stärker gewichtet, wie es im vorliegenden Urteil festhält. Aus diesem Grund ändert es seine Praxis mit Bezug auf den ausserkantonalen Liegenschaftenhandel ...Zum vollständigen Artikel

Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK