Die Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes im Versorgungsausgleich

OLG Köln, Beschluss vom 29.11.2010, 27 UF 148/10

Mit der Ehescheidung regelt das Familiengericht auch den Ausgleich der während der Ehezeit von den Ehegatten jeweils erworbenen Altersversorgung (Versorgungsausgleich). Problematisch wird der Versorgungsausgleich, wenn ein Ehegatte über Anwartschaften in der Zusatzversorgung des öffentlichen Dienstes verfügt. Der BGH hatte im Jahr 2008 entschieden (Beschluss vom 05.11.2008, XII ZB 87/06), dass die in der VBL-Satzung für rentenferne Versicherte getroffene Übergangsregelung unwirksam ist. Nach Auffassung des BGH fehlt es für eine in der VBL gutgebrachte Startgutschrift an einer ausreichenden rechtlichen Grundlage. Damit läßt sich bis zu einer Satzungsänderung nicht abschließend feststellen, wie hoch genau die zwischen den Eheleuten zu teilende Anwartschaft ist. Seit dem 1.9.2009 gilt im Versorgungsausgleich neues Recht. In der Zeit davor waren in einem entsprechenden Fall die Versorgungsausgleichsverfahren (jedenfalls teilweise) auszusetzen. Für Verfahren nach dem 1.9.2009 wählt das OLG Köln einen anderen Weg ...

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