JuraCoach: Strafrecht AT – (P) „unmittelbares Ansetzen“ beim versuchten Unterlassungsdelikt

„Unmittelbares Ansetzen“ liegt nach der Definition des BGH vor, wenn der Täter subjektiv die Schwelle zum „Jetzt geht’s los“ überschreitet und objektiv eine Rechtsgutsgefährdung oder -verletzung ohne wesentliche Zwischenschritte bevorsteht“ (angelehnt an BGHSt 26, 201)

Zu den Voraussetzungen vgl. auch Prof. Heinrichs Materialien.

Auf welchen Zeitpunkt ist aber bei unechten Unterlassungsdelikten abzustellen?

Dazu folgender Fall: A findet seinen Bruder B betrunken auf den Bahnschienen liegen. Als Schrankenwärter weiß er, dass der nächste Zug erst in einer Stunde kommt und lässt ihn auf der Schiene liegen, obwohl er B ohne Schwierigkeiten von den Gleisen hätte tragen können. A hält sich in der Nähe des Ortes auf, an dem sein Bruder lieg,t so dass er jederzeit innerhalb einer Minute zur Stelle zurückkehren kann ...

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