Wenn Gevatter Tod E-Mails verschickt

Man nehme an, es besteht eine grundsätzliche Sensibilisierung (ob im Unternehmen oder privat), was das Öffnen von E-Mails von unbekannten Absendern anbelangt. Man nehme weiter an, dass inzwischen auch bekannt ist, dass Anhänge von E-Mails unbekannter Absender nicht geöffnet werden sollten. Und man nehme schließlich an, dass Ketten-E-Mails grundsätzlich gelöscht und nicht weiter geleitet werden.

Vorsätze über Bord…

Trotz dieser wohl grundsätzlich geltenden Annahmen, werden sämtliche Vorsätze schnurstracks über Bord geworfen, wenn man eine E-Mail bekommt, die den Betreff „Knochenmarkspende“ trägt… Man ahnt nichts Gutes und so erweicht man, weil schließlich will man kein Unmensch sein und könnte immerhin ein Leben retten. Und so öffnet man wider besseren Wissens eine E-Mail, z.B. mit folgendem Inhalt:

„Hi Leute,

ich wende mich an Euch, weil ich ziemlich verzweifelt bin. Ich hoffe, Ihr koennt mir und meiner Freundin helfen, und lest diesen Brief! Das Problem ist, dass meine Freundin an Leukaemie erkrankt ist. Es hat sich herausgestellt, dass Sie nur noch wenige Wochen zu leben hat. …“

Hoaxes

Dass der Hintergrund dieser E-Mail (Gottseidank) kein sterbenskranker Mensch, sondern der Einsatz von Schadprogrammen auf dem Rechner ist, wird erst klar, wenn es schon zu spät ist. Die E-Mail wird angeklickt, ein möglicher Anhang geöffnet und zusätzlich die E-Mail wie befohlen brav weitergeschickt. Damit hilft man nicht nur nicht, sondern gefährdet im Zweifel eher sich und andere Menschen und meist auch die IT-Infrastruktur. Bei oben genanntem Beispiel wie bei vielen anderen Ketten-E-Mails handelt es sich um sogenannte „Hoaxes“, also Falschmeldungen ...

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