Wang-Urteil heute um 11 Uhr - Staatsanwalt fordert 18 Monate mit Bewährung

Am heutigen Dienstag um 11 Uhr ist es soweit: Dann verkündet die 1. Strafkammer des Würzburgers Landgerichts ihr Urteil im Prozess gegen den Ex-Generalmusikdirektor (GMD) des Würzburger Mainfranken Theaters, Jin Wang. Für Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen ist nach der Beweisaufnahme die Sache klar: Er forderte am Montag eine 18-monatige Freiheitsstrafe auf Bewährung wegen sexueller Nötigung für den 50-jährigen Dirigenten. Raufeisen geht davon aus, dass Wang im Mai 2007 eine damals 22-jährige Musikstudentin im Treppenhaus vor ihrer Würzburger Wohnung gegen ihren Willen unter anderem an der nackten Brust berührt und im Intimbereich geküsst hat.

Wang streitet die Vorwürfe ab und behauptet, Opfer einer politischen Intrige zu sein. Der sexuelle Kontakt sei von der Studentin ausgegangen, der 50-Jährige will sich dadurch belästigt gefühlt haben: „Ich hatte überhaupt kein sexuelles Interesse an ihr.“

In seinem „letzten Wort“ nach den Plädoyers wollte Wang am Montag an seiner Verteidigerin Manuela Paulsen demonstrieren, warum die angeklagte Tat nicht so stattgefunden haben kann, wie das Opfer sie schildert. Er solle lieber „keine sexuellen Handlungen andeuten“, rief ihn der Vorsitzende der Strafkammer zur Ordnung.

Die Plädoyers waren ein genaues Abbild der acht Prozesstage seit Anfang November vor der 1 ...

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