Gezahltes Brautgeld und die gescheiterte Ehe

Ein von der Familie des Bräutigams an den Vater der Braut gezahltes sogenanntes “Brautgeld” muss nicht zurückgezahlt werden, wenn die Ehe scheitert.

In dem jetzt vom Oberlandesgericht Hamm entschiedenen Rechtsstreit stritten die Parteien, allesamt Angehörige des yezidischen Glaubens, um eben diese Rückzahlungspflicht: Die Kläger, der Bruder und die Schwägerin des Bräutigams, zahlten an den Vater der Braut vor der Eheschließung 8.000 €. Noch vor Ablauf eines Jahres nach Eheschließung mit der damals 19-jährigen, verließ die Tochter des Beklagten ihren Ehemann, der sie in der Ehe vergewaltigt hatte.

Die Kläger verlangten nunmehr das sogenannte “Brautgeld” mit der Behauptung zurück, es habe entsprechend des yezidischen Glaubens eine Abrede gegeben, nach der das Geld als Voraussetzung für die Ehe gezahlt und zurückgewährt werde, wenn die Eheleute weniger als ein Jahr zusammenleben ...

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