Bitte laß es unstreitig sein!

Es gibt sprachliche Wendungen, die man in juristischen Schriftsätzen lieber weglassen sollte. Es handelt sich zum Beispiel um „selbstverständlich“, „selbstredend“ und „zweifellos“. Wenn ein Schluß „selbstverständlich“ ist, dann sollte es keiner entsprechenden Hervorhebung bedürfen.

Man sollte nun meinen, daß die Hervorhebung auch nicht schadet. Schriftsätze, in denen diese Begriffe häufig auftauchen, zeichnen sich indes regelmäßig dadurch aus, daß die entsprechenden Angaben oder Schlußfolgerungen tatsächlich alles andere als selbstverständlich sind. Im Ergebnis wird man als Leser daher ganz besonders hellhörig, wenn man auf solche Bekräftigungen stößt.

Schriftsätzlich hatte der Kollege, der eine aus meiner Sicht etwas undankbare Klage hatte anstrengen dürfen, sich im Hinblick auf solche Bekräftigungen dann auch zurückgehalten ...

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