LG Nürnberg-Fürth: Rechtsanwalt muss nicht unmittelbar auf Berufsregeln verlinken / Berichtet von Dr. Damm und Partner

LG Nürnberg-Fürth, Urteil vom 25.03.2010, Az. 3 HK 0 9663/09§ 5 Abs. 1 Nr. 5c, Nr. 6 TMG

Das LG Nürnberg-Fürth hat entschieden, dass seitens eines Rechtsanwalts keine Verpflichtung besteht, auf die Berufsregeln zu verlinken. Im vorliegenden Fall hatte der Kollege lediglich auf die Webseite der Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) verlinkt. Es war damit für den Ratsuchenden noch ein weiterer Klick auf einen (auf einem orangefarbenen Kasten hinterlegten) Link mit der Beschriftung “Informationspflichten gemäß § 5 TMG / Dienstleistungs-Informationspflichtenverordnung” zur Einsichtnahme in einen Überblick von Berufsregelungen notwendig. Zitat:

“Nach den gesetzlichen Vorgaben des § 5 Abs. 1 Nr. 5 c TMG hat ein Diensteanbieter die Bezeichnung der berufsrechthchen Regelungen anzugeben sowie auch, wie diese zugänglich sind. Nach dem ausdrücklichen Wortlaut dieser Vorschrift Ist es somit nicht erforderlich, dass ein Diensteanbieter auf seiner eigenen Website diese berufsrechtlichen Regelungen wiedergeben muss.

Es ist vielmehr nur vorgeschrieben, dass er die Bezeichnung der berufsrechtchen Regelungen anzugeben hat, wie dies auch auf der Website des Bekl. geschehen ist. Weiterhin hat er anzugeben, wie diese für einen Nutzer zugänglich sind. Auf der Webseite des Bekl. geschieht dies dadurch, dass (hervorgehoben durch Unterstreichen) auf die Website der BRAK hingewiesen wird ...

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