Frauenquote

DAS Reizthema, zweifellos. Die Widerstände sind groß, die Befürworter aber erstaunlich zurückhaltend und weit weniger ideologisch als früher einmal. Die Einführung der in Norwegen erfundenen Frauenquote in Frankreich findet krassen politischen Widerhall (hier etwa in der FAZ online - am Wochenende hat die gedruckte Ausgabe einen ausgewogenen, aber doch recht eigenartigen Artikel dazu veröffentlicht). Dabei geht es nur um Aufsichtsräte. Davon gibt es auch hierzulande nicht viele (nur AGs und mitbestimmte GmbHs haben einen). Es geht also nur um ein paar Leutchen -in Deutschland gibt es keine 13.000 AGs. Besetzt man die Aufsichtsräte zu 40% mit Frauen, geht es nur um ein paar tausend höchstqualifizierter Mitarbeiterinnen.

Warum also die Aufregung über so ein Thema? - Nun, die Quote polarisiert seit jeher. Diskussionen enden immer mit einem Patt. Frauen wollen nicht durch Quote, sondern durch Leistung an die Spitze, ist am häufigsten zu hören - auch von der bei uns zuständigen Ministerin (Frau Schröder sieht eher eine Berichtspflicht der Unternehmen als sinnvoll an) ist das zu vernehmen. Andernorts heißt es, man müsse erst der Wirtschaft gegenüber belegen, dass Frauen einen besonderen Profit in solchen Positionen brächten (so die marktwirtschaftliche Argumentation hier). Das letztere ist natürlich Unsinn, bei Männern muss den Beweis auch keiner führen, auch nicht bei Nord- oder Süddeutschen oder bei Ossis (um die gibt es ähnliche, aber sinnlose Debatten - es gibt nur ca. 16 Mio. Ostdeutsche, in den neuen Ländern gibt es keine wichtigen Aktiengesellschaften, also was soll das?) ...

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