Fokus-Familienrecht-Serie: Bausteine des Unterhaltsrechts - #02: Wohnwert und Zugewinnausgleich - Hinzurechnung fiktiver Zinsen

Seit In-Kraft-Treten des neuen Unterhaltsrechts am 01.01.2008 hat der BGH rund 100 Entscheidungen zum Unterhaltsrecht gefällt. Gut 30 davon stuft Hans- Joachim Dose, stellvertretender Vorsitzender des XII. Zivilsenats im Rahmen seiner Fortbildungs- Seminare für Anwälte bei der Gesellschaft für Juristeninformation als besonders wichtig ein. Fokus Familienrecht stellt in loser Folge diese gut 30 Grundsatz-Entscheidungen vor. Heute Baustein Nr. 2: Wohnwert und Zugewinnausgleich - Hinzurechnung fiktiver Zinsen Wer in seiner eigenen Wohnung wohnt, erspart Mietaufwendungen, die andere haben. Die Ersparnis wird ihm bei der Berechnung seiner Unterhaltsverpflichtung als Wohnwert zugerechnet. Zu Beginn der Trennungszeit ist demjenigen, der in der ehelichen Eigentumswohnung bleibt, zunächst ein geringerer Wohnwert zuzurechnen, nämlich ein solcher in Höhe der Miete, die er für eine seinem Wohnbedarf als nun Alleinstehender entsprechend kleinere Wohnung zahlen müsste. Ist allerdings mit der Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft nicht mehr zu rechnen und gibt der in der Wohnung Verbliebene die Wohnung nicht auf, ist ihm der volle Wohnwert, das ist die marktübliche Miete anzurechnen. Das ist nicht erst dann der Fall, wenn ein Scheidungsantrag rechtshängig ist, sondern auch schon dann, wenn die Eheleute die vermögensrechtlichen Folgen ihrer Trennung bereits abschließend geregelt und damit zum Ausdruck gegeben haben, dass für sie eine Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft nicht mehr infrage kommt ...Zum vollständigen Artikel


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