Wann haftet man bei Einbindung von fremden RSS-Feeds

Der Onlinehändler, der keinen persönlichen Kontakt mit dem einzelnen potentiellen Kunden von Angesicht zu Angesicht pflegt, wird darauf bedacht sein, diesen Highlights zur Verfügung zu stellen, damit dieser sich einerseits an den jeweiligen Shop erinnert, aber auch anderseits gerne wieder den Onlineshop aufruft, um dort Waren oder Dienstleistungen zu kaufen oder in Anspruch zu nehmen. Ein mögliches Instrument ist dabei der Einsatz des immer beliebter werdenden RSS-Feeds, worunter man ein spezielles Serviceangebot versteht, mit dem man den Adressaten, ähnlich wie bei einem Nachrichtenticker, kurze Informationen zukommen lässt, Findet der Adressat dann die Überschrift interessant, wird dieser beim Anklicken auf eine entsprechende Seite weitergeleitet, auf der der vollständige Text zu lesen ist. Dass diese Art der Kundenbindung nicht ganz unproblematisch ist, soll dabei mit dem nachfolgenden Fall näher erläutert werden.

1. Das Landgericht Berlin hatte einen Fall zu entscheiden, bei dem eine Zeitung online über die angebliche Affäre einer Frau mit einem Sportler berichtete. Dieser Bericht wurde zudem als RSS-Feed verbreitet. Der spätere Antragsgegner hatte diesen RSS-Feed abonniert und in seine eigene Website eingefügt. Zusätzlich versah er seine Internetseite mit einem sogenannten Teaser, also einer blickfangmäßigen Überschrift, zu dem betreffenden Beitrag, den er von der berichtenden Zeitung übernommen hatte ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK