Die Neuerschließung eines Grundstücks

Das Erschließungsbeitragsrecht, namentlich § 131 Abs. 1 BauGB, bietet keinen Raum für eine Betrachtung, wonach bei Wegfall einer bislang vorhandenen Erschließung und deren “Ersetzung” durch Herstellung einer anderen Anbaustraße, die das Grundstück anderweitig neu erschließt, “per saldo” keine einen Erschließungsvorteil begründende Veränderung der Erschließungssituation vorliege.

Das Gesetz selbst hat in § 135 Abs. 2 bis 5 BauGB bestimmte Billigkeitserwägungen normiert. Nach der hierzu ergangenen Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts kann die Gemeinde ausnahmsweise (im Falle einer Ermessensreduzierung auf Null) verpflichtet sein, bereits bei der Heranziehung offensichtlich erkennbare Härtegründe von Amts wegen zu berücksichtigen, sofern diese aus sachlichen Gründen einen (teilweisen) Billigkeitserlass i.S.v. § 135 Abs. 5 BauGB gebieten. Jedoch führt ein Verstoß gegen diese Berücksichtigungspflicht nicht zur Rechtswidrigkeit eines gleichwohl (ungekürzt) ergehenden Erschließungsbeitragsbescheids ...

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