Zur Geschwindigkeitsüberschreitung genötigt? (II)

Wie in Teil I berichtet, habe ich im Auftrag meines Mandanten eine Strafanzeige gegen einen Verkehrspolizisten erstattet, welcher ihn genötigt hatte.

Offenbar war mein Mandant dem Polizeibeamten in Zivil aufgefallen, weil er einen Ferrari benutzte. Der nicht als Polizeibeamter erkennbare Motorradfahrer verfolgte meinen Mandanten über 6 Minuten lang in sehr dichtem Abstand – einen Verkehrsverstoss beging mein Mandant in dieser Zeit nicht.

Da der Motorradfahrer ihm so lange folgte, befürchtete mein Mandant Schlimmeres, gab kurz Gas, um den Motorradfahrer durch ein Überholmanöver abzuschütteln. Als er jedoch bemerkte, daß dies nicht gelang, bremste er nach wenigen Sekunden wieder ab. Nun gab sich der Motoradfahrer als Polizeibeamter zu erkennen. Mein Mandant erhilt später einen Bußgeldbescheid wegen der kurzfristigen Geschwindigkeitsüberschreitung, 160,00€, 1 Monat Fahrverbot, 3 Punkte.

Da der gesamte Fahrvorgang auf Video aufgezeichnet und somit gut dokumentiert war, erstattete ich Strafanzeige gegen den Polizeibeamten, denn ohne diese Verfolgung, das dichte Auffahren und die Furcht meines Mandanten wäre es nicht zu einem Verkehrsverstoss gekommen.

Der zuständige Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Stuttgart fand das Fahrverhalten des Beschuldigten wohl in Ordnung, denn nach einer Woche wurde das Verfahren eingestellt ...

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