Geldstrafe für Pferdehändler Rudolph wegen Insolvenzverschleppung

Die rechtswidrigen Aktivitäten des Münchner Pferdehändlers Roland Rudolph und seiner bankrotten Firma “Spanische Traumpferde PRE Im- und Export GmbH” haben nun endlich strafrechtliche Konsequenzen: Das AG München verhängte eine Geldstrafe von 2.250 Euro gegen Herrn Rudolph wegen vorsätzlicher Insolvenzverschleppung als alleiniger Geschäftsführer der GmbH. Wir hatten bereits vor gut zwei Jahren hier gewarnt. Was war passiert? Unsere Mandantin hatte Anfang 2008 von der GmbH (damals mit dem Online-Auftritt www.spanische-traumpferde.de, der mittlerweile nicht mehr existiert) für 7.500 Euro ein Pferd erworben, das sich schnell als krank, also rechtlich mangelbehaftet erwies. Auf Mahnungen und Rücktrittschreiben reagierte Herr Rudolph nicht, also klagten wir für unsere Mandantin. Beim ersten Verhandlungstermin machte das Gericht klar, dass ein Rückabwicklungsanspruch zugunsten unserer Mandantin besteht. Herr Rudolph sicherte aber in der Verhandlung vollmundig zu, er würde innerhalb kürzester Zeit mit seinen guten Kontakten in Spanien ein großartiges Ersatzpferd für unsere Mandantin besorgen. Natürlich ward nie mehr etwas von Herrn Rudolph gehört order gesehen. Es erging also am 24.08.2009 Versäumnisurteil gegen die GmbH auf Rückzahlung von Kaufpreis und zwischenzeitlich aufgelaufenen Einstell- und Tierarztkosten. Als wir daraufhin den Gerichtsvollzieher losschickten, konnte dieser unter der Geschäftsadresse aber niemanden mehr ausfindig machen und auch sonst keine Informationen zu Herrn Rudolph recherchieren (“Motivation und Eigeninitiative von Gerichtsvollziehern” sind ein eigenes Thema, über das wir aus unserer Kanzleierfahrung viel berichten könnten, aber lassen wir das) ...

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