Fluggesellschaft im juristischen Blindflug?

Der Mandant hatte eine Flugreise in den Urlaub gebucht. Am Flughafen stellte sich dann heraus, daß er wegen eines Defektes des Flugzeuges acht Stunden Zeit hatte, sich mit den Gegebenheiten des Flughafens hinreichend vertraut zu machen.

Für diese Verspätung, die nicht nur Nerven, sondern auch einen Urlaubstag und Geld gekostet hat, möchte der Mandant eine Entschädigung erhalten. Und siehe da: Nach der Verordnung (EG) Nr. 261/2004, die in meinen Augen mit den zahlreichen verweisen das Paradebeispiel einer unnötig verkomplizierten Vorschrift ist, kann er die Entschädigung auch in Höhe von immerhin 600,- € beanspruchen.

Zwar steht in dieser Verordnung, daß die Entschädigung nur bei Annullierten Flügen, nicht aber bei verspäteten Flügen zu zahlen ist. Der EuGH durfte sich jedoch mit Entscheidung vom 19.11.2009 (C 402/07 und C 432/07) mit der Auslegung der Verordnung befassen und hat dahingehend befunden, daß die Entschädigungszahlung – unter gewissen Voraussetzungen – auch bei verspäteten Flügen zu zahlen ist (siehe etwa den Blogeintrag hier).

Der BGH hat mittlerweile durch Urteil vom 18.02 ...

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