Endlich erwischt: Das “junge erfolgreiche Team” tappt in die AGG-Falle!

Die einen verwenden den Begriff so gerne, weil er ihrem Ideal entspricht, die anderen bekommen dagegen wegen seines inflationären Gebrauchs langsam aber sicher Brechreiz. Es geht um die fast schon legendären “jungen erfolgreichen Teams” aus den Stellenanzeigen, für die mal wieder irgendwo ein Kollege oder eine Kollegin gesucht wird. Gerne ist das Team auch “engagiert”. Na ja, kennt wohl jeder. Ich stelle mir dabei immer eine Werbeagentur vor, in der hippe hübsche Menschen vor schicken Apple-Computern rumlümmeln, ständig auf der Suche nach der nächsten Kreativgranate. Bald kann es damit jedoch vorbei sein, denn: Solche Formulierungen schlagen, abgelenkt durch eine scharfe arbeitsgerichtliche Rechtsprechung, immer häufiger bei denen ein, von denen sie verwendet werden. Bei den Arbeitgebern also!

Ursächlich ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Dessen Hauptzweck liegt darin, Menschen vor Benachteiligungen diverser Art zu schützen. Dabei geht es vor allem um die Rasse, um das Geschlecht und die Religionszugehörigkeit, aber auch um das Alter! Auf letzteres nehmen etliche Arbeitgeber Bezug, wenn sie in ihren Stellenanzeigen ausdrücklich nach “jungen” Mitarbeitern oder Kollegen für ein “junges” Team suchen. Letzten August entschied das Bundesarbeitsgericht, dass es ein Indiz für eine Altersdiskriminierung darstelle, wenn in einer Annonce nach einem/r “jungen” Mitarbeiter/in gesucht wird (siehe unseren Beitrag “Jung und willig sollst du sein!“) ...

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