Das Berliner Korruptionsregister bleibt bestehen

Im Dezember 2010 hat das Berliner Abgeordnetenhaus das Korruptionsregistergesetz (KRG) unter Vornahme einiger Änderungen bestätigt und damit den Bestand des Korruptionsregisters auf unbefristete Zeit gesichert. Das KRG in seiner ursprünglichen Fassung wäre zum 31.12.2010 ausgelaufen.

Unternehmen, die sich korruptionsrelevanter oder auch sonstiger Rechtsverstöße schuldig gemacht haben, droht damit durch eine Eintragung in das Korruptionsregister weiterhin der dauerhafte Ausschluss von öffentlichen Vergaben durch Behörden des Landes Berlin.

Bei Unzuverlässigkeit kein öffentlicher Auftrag

Nicht nur bei Vergaben in Berlin, auch im nationalen und europäischen Vergaberecht gilt: Unternehmen, die unzuverlässig sind, dürfen bei der Auftragsvergabe durch die öffentliche Hand nicht berücksichtigt werden. Ein Unternehmen ist insbesondere dann unzuverlässig, wenn es gegen einschlägige Rechtsvorschriften des Strafgesetzbuches oder des Abreitnehmerschutzes verstoßen hat. Dies wurde durch die Einführung des Eignungskriteriums „Gesetzestreue“ in § 97 Abs. 4 GWB 2009 nochmals bekräftigt:

Aufträge werden an fachkundige, leistungsfähige sowie gesetzestreue und zuverlässige Unternehmen vergeben. Für die Auftragsausführung können zusätzliche Anforderungen an Auftragnehmer gestellt werden, die insbesondere soziale, umweltbezogene oder innovative Aspekte betreffen, wenn sie im sachlichen Zusammenhang mit dem Auftragsgegenstand stehen und sich aus der Leistungsbeschreibung ergeben. Andere oder weitergehende Anforderungen dürfen an Auftragnehmer nur gestellt werden, wenn dies durch Bundes- oder Landesgesetz vorgesehen ist.

Das Berliner Korruptionsregister

Anders als der Bund, hat das Land Berlin jedoch von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, derartig unzuverlässige Unternehmen in einem Korruptionsregister aufzuführen. Der Begriff „Korruption“ ist dabei etwas eng gewählt ...

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