Bundeskartellamt: 15 Millionen Euro Bußgelder wegen Absprachen im Chemiegroßhandel

Mit Entscheidungen vom 06.12.2010 verhängte das Bundeskartellamt gegen zwölf Unternehmen aus dem Chemiegroßhandel Bußgelder iHv insgesamt 15,11 Mio. Euro wegen wettbewerbswidriger Absprachen.

Zum Sachverhalt:

In seiner Presseerklärung vom 07.12.2010 nennt das Bundeskartellamt die Hintergründe seiner Entscheidung, auf die hier eingegangen wird:

Das Bundeskartellamt wies nach, dass Vertreter von Chemiegroßhandelsunternehmen für verschiedene Regionen jeweils über mehrere Jahre (teilweise mehrere Jahrzehnte) Preise und Lieferquoten für Industriechemikalien (Commodities) abgesprochen und Kundenschutzvereinbarungen getroffen hatten. Die Absprachen umfassten den Vertrieb der Großhändler, Direktlieferungen der Chemikalienproduzenten waren hiervon aber nicht betroffen.

Eingeleitet wurde das Verfahren bereits Ende 2006 wegen eines Kronzeugenantrags der Brenntag AG mit Sitz in Mülheim/Ruhr. In Anwendung der Bonusregelung des Bundeskartellamtes wurde gegen dieses Unternehmen daher keine Geldbuße verhängt.

Die Anfang Dezember verhängten Bußgelder beziehen sich auf insgesamt sechs verschiedene regionale Kartelle ...

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