Eine peinliche Verwechslung

Es stand eine Strafsache an. Ich hatte meinen Mandanten noch nie persönlich gesehen. Zwar hatte ich ihn nach Erhalt der Ermittlungsakte mehrfach angeschrieben und gebeten, mich zur Rücksprache und Vorbereitung der Hauptverhandlung aufzusuchen. Der Mandant hatte es jedoch vorgezogen, sich nicht mit mir in Verbindung zu setzen, so daß ich gespannt war, ob er überhaupt zur Verhandlung erscheinen würde.

Wenige Minuten vor dem Termin erschien dann ein Mann mit Aktenkoffer, bei welchem es sich dem Alter nach durchaus um meinen Mandanten handeln konnte. Ich fragte ihn daher: „Herr X?“

Er nickte bejahend.

Daraufhin stellt ich mich ihm kurz vor und merkte an, daß es recht ungünstig sei, daß er mich nicht mehr vor der Hauptverhandlung aufgesucht habe.

Recht forsch erwiderte er, daß er dafür nun wirklich keine Zeit gefunden habe. Er sei schließlich sehr beschäftigt ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK