Eidesstattliche Versicherung hebelt Abmahnung wegen Filesharing aus

Es ist mal wieder ein Einzelfall, aber interessant allemal: Einer Internet-Anschlussinhaberin wurde vorgeworfen, einen Pornofilm per Filesharing angeboten zu haben. Der Rechteinhaber ging zu Gericht und bekam eine einstweilige Verfügung, mit der der Anschlussinhaberin untersagt wurde, den Film weiter zu verbreiten. Hiergegen wiederum wehrte sich diese - und zog den Familienrat dazu: Nicht nur ihr Mann, auch die Kinder und Freunde unterzeichneten nämlich jeweils eine eidesstattliche Versicherung und bezeugten so, dass die Frau zum Tatzeitpunkt gar nicht zu Hause gewesen sei. Auch kein anderes Familienmitglied habe den Anschluss benutzt - der Vorwurf könne also gar nicht stimmen. Das Gericht glaubte der Frau und ihrer Familie und legte das sehr ausführlich in dem lesenswerten Urteil dar. Es führt z.B. aus:
"Der Vortrag der Antragsgegnerin erscheint plausibel. Die nach den Erfahrungen der Kammer aus vergleichbaren Rechtsstreiten eher stark eingeschränkte PC-Nutzung durch andere Haushaltsmitglieder wird nachvollziehbar damit erläutert, dass eines der Kinder in der Vergangenheit in einer Dialer-Falle getappt sei, was eine hohe Telefonrechnung zur Folge hatte ...
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