Dioxin in Lebensmitteln - mehr Kontrolle oder höhere Strafen?

Neben den Sorgen, die nun mit jedem Frühstücksei verbunden sind, fragt sich angesichts der Dioxin-Affäre, mit welchen Maßnahmen man solche Szenarien künftig vermeiden kann: Sehr schnell kommt dazu der Vorschlag: Höhere Strafen. In der Tat scheint die Höchststrafe von drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe angesichts der möglichen und tatsächlichen Schäden eher gering. Indes: Die Forderung nach höheren Strafen ist vor allem eines: billig. Eine Höchststrafe von - sagen wir - fünf Jahren wird auch kaum helfen, künftige Skandale dieser Art zu vermeiden, und dies aus zwei Gründen: 1. Eine unterschiedliche Strafandrohung (drei oder fünf Jahre) ist viel zu abstrakt, um von Tätern in ihre Überlegungen einbezogen zu werden etwa in der Weise, dass ein solches Delikt begangen wird, wenn "nur" drei Jahre zu erwarten wären, aber nicht mehr, wenn man fünf Jahre riskieren müsste. Allein diese Überlegung erscheint absurd. Die höhere Strafe ist demnach allenfalls ein Blitzableiter für legitime öffentliche Empörung. 2 ...

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  • Ministerin Aigner verlangt hartes Durchgreifen

    abendblatt.de - 1 Leser - Berlin. Agraministerin Ilse Aigner hat in dem Dioxin-Skandal ein hartes Durchgreifen der Justiz gegen kriminelle Futterhersteller gefordert. Die CSU-Politikerin sagte der "Bild am Sonntag": "Sieht man jetzt die ersten Hintergründe, wird man den Verdacht nicht los, dass sich hier kriminelle Energie mit erschreckender Skrupellosigkeit paart." Am W...

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