Darf mit einem Teil eines Testergebnisses geworben werden

Die Werbung mit Testergebnissen ist ein beliebtes Instrument, um den eigenen Absatz von Waren und Dienstleistungen zu fördern. Beispielsweise wird der Onlinehändler darum bemüht sein, Waren anzubieten, die von unabhängigen Testern als besonders gut bewertet worden sind. Dies hat seinen Grund darin, dass der Verbraucher aufgrund der Fülle von Herstellern dazu geneigt ist, Produkte zu kaufen, von denen er erwarten kann, dass diese nicht nur auf seine Bedürfnisse zugeschnitten sind, sondern auch in Tests gut abgeschnitten haben. Dabei ist bei der Angabe von Testergebnissen nach der Rechtsprechung darauf zu achten, dass dem Verbraucher die Fundstelle mitgeteilt wird, damit dieser sich eingehend mit dem Test auseinandersetzen kann. Aber auch sonst ist darauf achten, dass die Werbung mit dem Testergebnis auch genau das wiedergibt, was in dem Test auch festgestellt wurde. Es sollte daher von Verschönerungen oder Herausnahme einzelner Punkte abgesehen werden, wenn diese nicht das Ergebnis des Tests widerspiegeln. Diese Problematik soll im nachfolgenden Fall verdeutlicht werden.

1. Das Oberlandesgericht Köln hatte jetzt einen Fall zu entscheiden, bei dem es um zwei Mitbewerber ging, die beide Internetzugangsdienstleistungen anboten. Die spätere Beklagte verteilte ein Faltblatt, in dem sie mit in Computerzeitschriften publizierten Testergebnissen warb. Obwohl diese dort bei einem Test insgesamt eher schlecht abschnitt, stellte sie das einzig positive Teilergebnis, nämlich die Zugriffsgeschwindigkeit, mit der Werbebotschaft „im Deutschland-Durchschnitt und über alle Anschluss-Geschwindigkeiten hinweg … vorn” und „neben den günstigsten Preisen auch die schnellsten Leitungen” heraus ...

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