LAG Mainz zur Rechtmäßigkeit der Versetzung an einen anderen Ort

Das LAG Mainz (23.9.2010 - 11 Sa 213/10, BeckRS 2010, 75077) hat sich in einem jetzt bekannt gewordenen Urteil mit der Versetzung eines Mitarbeiters an einen anderen Ort auseinandergesetzt. In dem zugrundeliegenden Fall hatte die Arbeitgeberin, ein mit Reinigungsarbeiten in Zügen und Bussen befasstes Unternehmen, ihre bisherige Arbeitsorganisation wegen mangelnder Auslastung grundlegend umstrukturiert und dem bisher in B. beschäftigten Kläger einen Einsatzort in einer anderen Stadt (L.) zugewiesen. Andere Arbeitskollegen verblieben hingegen in B. Der Kläger wandte sich gegen die Versetzung. Das LAG Mainz wies die Klage hingegen ab, obwohl im Arbeitsvertrag als Beschäftigungsort durch handschriftliche Eintragung "B-Stadt" angegeben war. Das LAG stützt sich vor allem auf einen rückseitig abgedruckten Passus folgenden Wortlauts: "Der Arbeitnehmer unterliegt hinsichtlich seines Arbeitseinsatzes dem betrieblichen Direktionsrecht." Hierin sei eine auch die Zuweisung eines anderen Arbeitsorts beinhaltende Versetzungsklausel zu sehen, die auch rechtlich nicht zu beanstanden sei ...

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