Zehn Thesen für Frauenquoten in Unternehmensorganen

Der Forderung nach einer stärkeren Berücksichtigung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen kommt gegenwärtig ein bemerkenswerter Stellenwert zu. Dabei werden neben viel Emotionalität in der Diskussion nicht selten auch die Anliegen gesellschaftspolitischer Natur und betriebswirtschaftliche Anforderungen vermengt.

Der Deutsche Corporate Governance Codex hat im vergangenen Jahr bereitseine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. Die EU-Justizkommissarin Viviane Reding hat eine Initiative für einen Anteil von 30 Prozent Frauen in Aufsichtsräten bis 2015 gestartet.

Professor Dr. Ulrich Noack von der Uni Düsseldorf vermutet, dass sich das Thema „Frauenquoten in Unternehmensorganen“ zu einem der zentralen Themen im deutschen und europäischen Gesellschaftsrecht 2011 entwickeln wird. Vor diesem Hintergrund hat der Roundtable des Berlin Center of Corporate Governance (BCCG) 10 Thesen für eine Verbesserung der Corporate Governance durch die Erhöhung des Anteils von Frauen in Führungspositionen entwickelt – und dies wohlgemerkt, obwohl dem Roundtable des BCCG gegenwärtig ausschließlich Männer angehören:

1. Die Berücksichtigung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen ist wichtiger Baustein eines modernen Diversity-Managements.

2. Für die Berücksichtigung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen können gesellschaftspolitische und betriebswirtschaftliche Gründe sprechen.

3. Aus Sicht guter Corporate Governance empfiehlt sich die Berücksichtigung von Frauen bei der Besetzung von Führungspositionen, soweit sie im Unternehmensinteresse liegt.

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