Wenn viel Geld im Spiel ist…

Heute berichtet die Süddeutsche Zeitung über den möglicherweise größten Korruptionsfall in Deutschland. Im Raume stehen 50 Mio. Dollar, die nach Berichten der Zeitung einem früheren Vorstand der Bayern LB etwa Anfang 2006 gezahlt wurden und möglicherweise im Zusammenhang mit Formel 1-Anteilen der Bayern LB stehen. Die Staatsanwaltschaft München ermittelt wegen Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr, Untreue und Steuerhinterziehung.

Eine Passage aus der heutigen Printausgabe der Süddeutschen (Seite 3) über die ermittelnde Oberstaatsanwältin und ihr Gespräch mit dem Beschuldigten möchten wir wörtlich zitieren:

“Sie kennt die Abläufe solcher Gespräche auswendig. Sie weiß, dass sie als Staatsanwältin auf zwei Drittel ihrer Fragen nur Lügen zu hören bekommt. Aus ihrer Sicht ist das in Ordnung. Sie kann sich diese großzügige Distanz leisten, weil sie weiß, dass sich am Ende fast immer die Wahrheit offenbart. Gerade wenn viel Geld im Spiel ist, dann sind immer viele Leute beteiligt, von denen letztlich auch immer jemand sagt, was wirklich passiert ist.”

Unter dem Stichwort “Compliance” dürfte auch dieser Fall ein Dauerbrenner werden. Das gilt nicht nur wegen der immensen Höhe der verdächtigen Zahlung ...

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  • Die Geschichte der Korruption – "Was ist da für mich drin?"

    sueddeutsche.de - 8 Leser - Die BayernLB und die 50-Millionen-Dollar-Frage: Der Fehltritt von München eröffnet ein neues Kapitel in der Geschichte von Bestechungsskandalen in der deutschen Wirtschaft. Von bestechenden Ideen und kranken Systemen - eine kleine Kulturgeschichte der Korruption.

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