Risiko minimieren! Social Media Regelungen bzw. Vorgaben des Arbeitgebers

Wir haben bereits in dem Beitrag „Social Media Richtlinie: Zielführend zwitschern - Chancen, Risiken und Regelungsmöglichkeiten" die Chancen und Anwendungsmöglichkeiten eines Social Media Engagements dargestellt. In dem nachfolgenden Beitrag beschreiben wir, welche Gefahren aus der Nutzung von Social Media für Unternehmen resultieren können. Ferner wird dargestellt, inwieweit ein Regelungsbedarf besteht, um derartige Risiken zu minimieren.

I. Welche Risiken drohen?

Gefahren drohen, weil jeder Arbeitnehmer selbständig Inhalte ins Internet stellen und damit meist unwiderruflich öffentlich zugänglich machen kann.

Die auf diese Weise von Arbeitnehmer öffentlich gemachten Inhalte fallen direkt auf den Arbeitgeber zurück, sofern sich der Arbeitnehmer am unternehmerischen Social Media Auftritt beteiligt. Auch bei einer rein privaten Nutzung von Social Media durch den Arbeitnehmer drohen zumindest mittelbare Auswirkungen auf den Arbeitgeber, wenn sich der Arbeitnehmer als solcher zu erkennen gibt.

Dabei resultieren die potentiellen Gefahren in aller Regel nicht aus einem Schädigungsvorsatz der Arbeitnehmer, sondern vielmehr aus deren Unerfahrenheit im Umgang mit den neuen Medien. Ursächlich sind meist unbedachte Handlungen der Mitarbeiter, wie etwa das unreflektierte Veröffentlichen von Unternehmensinterna.

Verschwiegenheitspflicht vs. Meinungsfreiheit

Die konkreteste Gefahr stellt wohl die Veröffentlichung von betrieblichen Interna durch den Arbeitnehmer dar. Hier existiert ein permanentes Spannungsverhältnis zwischen arbeitsvertraglicher Verschwiegenheitspflicht und dem Grundrecht des Arbeitnehmers auf freie Meinungsäußerung.

Im Rahmen einer eifrigen Onlinediskussion gelangen schnell vertrauliche unternehmens- oder personenbezogene Informationen an die Öffentlichkeit, was für den Arbeitgeber zu schwerwiegenden Nachteilen führen kann ...

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