Keine Beschwerde bei Anordnung der Umgangspflegschaft im Wege der einstweiligen Anordnung

Die Beteiligten (gemeinsame elterliche Sorge) streiten sich u.a. um das Umgangsrecht für ihr Kind.

Das Gericht ordnete die Einholung eines Sachverständigengutachtens zur Erziehungsfähigkeit der Mutter an. Zugleich setze es im Wege der einstweiligen Anordnung für den Vater bestimmte Umgangszeiten fest und ordnete eine vorläufige Umgangspflegschaft für die Dauer eines Jahres an.

Gegen alle drei Anordnungen legte die Mutter Beschwerde ein.

Klar ist, dass diese Beschwerde (war da etwa ein Anwalt beteiligt?) hinsichtlich der Einholung des SV-Gutachtens (bloße Zwischenentscheidung) und hinsichtlich der Umgangsregelung (§ 57 FamFG) unzulässig ist.

Fraglich ist die Zulässigkeit hinsichtlich der Anordnung der Pflegschaft.

Handelt es sich dabei um einen Eingriff in die elterliche Sorge (= Beschwerde zulässig, § 57 Nr. 1 FamFG) oder um eine bloße Umgangsregelung (= Beschwerde unzulässig)?

Das OLG Brandenburg meint, letzteres sei der Fall.

Vor der FGG-Reform war die Anordnung einer Umgangspflegschaft nur bei einer Kindeswohlgefährdung (§1666 BGB) möglich ...

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