Ebay: Umsatzsteuerpflichtigkeit bei 1.200 "Privatverkäufen" innerhalb von dreieinhalb Jahren

Viele Menschen verkaufen bei ebay ihre Habseligkeiten, und oft sind auch Auflösungen von Privatsammlungen zu beobachten. Insbesondere dann, wenn man solche Sammlungen in Einzelteile aufteilt, kommen schnell zahlreiche Einzelverkäufe zustande - und es stellt sich dann die Frage, ob der Verkäufer noch Verbraucher bzw. Privatverkäufer oder bereits gewerblich tätig ist. Das hat dann Auswirkungen auf diverse Rechte und Pflichten: So muss ein gewerblicher Verkäufer über eine Anbieterkennzeichnung ("Impressum") verfügen oder über Widerrufsrechte belehren, die Preisangabenverordnung einhalten etc. Auch wettbewerbsrechtliche Abmahnungen müssen befürchtet werden. Auch steuerlich ändert sich gegebenenfalls einiges: Das Finanzgericht Baden-Württemberg hat jetzt festgelegt, dass solche vermeintlichen Privatverkäufer auch nachträglich noch zur Umsatzsteuer herangezogen werden können. Ein Ehepaar hatte über ebay im Zeitraum zwischen November 2001 und Juni 2005 in über 1.200 "Auktionen" durchgeführt und dabei vor allen Dingen Barbies, Steifftiere und ähnliche Sammlerstücke verkauft. Dabei gaben sie jeweils an, es handele sich um einen Privatverkauf. Die beiden hätten vielleicht selbst darauf kommen können, dass das ganze nicht mehr ganz privat ist, stellt das Gericht doch Folgendes fest:
"Hieraus erzielten die Kläger Erlöse, die sich im Jahre 2001 (bei 16 Verkäufen) auf 2.617 DM, im Jahre 2002 (bei 356 Verkäufen) auf 24.963 EUR, im Jahre 2003 (bei 328 Verkäufen) auf 27 ...
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