Auftragsdatenverarbeitung – Wann liegt diese vor?

Um Kosten zu senken, werden in der heutigen Zeit viele Leistungen an Externe ausgelagert (sog. „Outsourcing“). Beauftragt eine verantwortliche Stelle einen Dritten, weisungsabhängig und im Auftrag personenbezogene Daten zu erheben, zu verarbeiten oder zu nutzen, liegt in der Regel gemäß § 11 BDSG eine Auftragsdatenverarbeitung vor.

Dies ist jedoch nicht stets der Fall. Auftragsdatenverarbeitung erfordert nämlich, dass der Auftragnehmer bzw. Dienstleister nur unterstützend tätig wird, also lediglich sog. Hilfsleistungen erbringt. Der Auftragsdatenverarbeiter ist bildlich als verlängerter Arm des Auftraggebers anzusehen, also in seinen Befugnissen im Umgang mit den überlassenen Daten erheblich eingeschränkt (§ 11 Abs. 3 S.1 BDSG).

Klassische Felder der Auftragsdatenverarbeitung sind beispielsweise:

Ausgelagertes Callcenter Marketingaktionen durch externe Agenturen Dienstleisterverträge zur Datenträgerentsorgung Externe Lohn- bzw. Gehaltsabrechnung Ausgelagerte Rechenzentren Haftung des Auftraggebers

Insoweit ist die durch den Auftragnehmer durchgeführte Auftragsdatenverarbeitung auch dem Auftraggeber zuzurechnen, der als verantwortliche Stelle im Sinne des § 3 Abs. 7 BDSG auch für Verstöße des Auftragnehmers bzw. des Dienstleisters gegenüber den Betroffenen haftet.

Abgrenzung zur Funktionsübertragung

Die Auftragsdatenverarbeitung ist stets von der sog ...

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