Abzugsverpflichtung 50a EstG für künstlerische Darbietungen

Die Abzugsverpflichtung für künstlerische Darbietungen umfasst nicht die Anteile die für eine eigenständige Produktionsgesellschaft für technische Dienstleitungen erbracht wird.

FG München, Urteil vom 30. 3. 2009 – 7 K 3826/05

EStG 50a Abs. 4 Nr. 1, Abs. 5, § 49 Abs. 1 Nr. 2 Buchst. d; AO § 42

Revision eingelegt BFH I R 93/09

Sachverhalt:

Der Kläger ist der Insolvenzverwalter der M-GmbH. Streitig ist, ob die M-GmbH zutreffend für Steuerabzugsbeträge gemäß § 50a Abs. 4 Nr. 1 EStG in Haftung genommen wurde.

Die M-GmbH wurde am 24. 2. 1997 gegründet. Gegenstand ihres Unternehmens ist die Vermarktung, Vermittlung und Förderung von Musik- und Unterhaltungsgruppen, insbesondere der Gruppe G, der Erwerb und die Vermietung von Musikanlagen aller Art, der Verkauf von Tonträgern, Fanartikeln und Fanzeitungen im In- und Ausland, die Produktion von Ton und Bild und die Durchführung von Unterhaltungsveranstaltungen aller Art. Das Stammkapital betrug 50 000 DM und wurde zu jeweils 50 % von den Musikern X und Y gehalten. X und Y wurden zu alleinvertretungsberechtigten Geschäftsführern der M-GmbH bestellt. Beide sind weiterhin Mitglieder der Volksmusikgruppe G, die in den Streitjahren aus in Österreich ansässigen Musikern bestand. Die Gruppe bestreitet circa 80 bis 85 % ihrer Auftritte in Deutschland.

Bis einschließlich 1996 wurden die Verträge für die inländischen Konzerte der Gruppe G unmittelbar zwischen den Mitgliedern der Gruppe und den jeweiligen örtlichen Veranstaltern der Konzerte abgeschlossen. Die Honorare für die inländischen Konzerte wurden dabei von den inländischen Veranstaltern dem Steuerabzug nach § 50a Abs. 4 Nr. 1 EStG unterworfen.

Nach Gründung der M-GmbH wurden die Verträge mit den inländischen Veranstaltern der Konzerte der Gruppe G von der M-GmbH, vertreten durch die T- GmbH, geschlossen ...

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