(StPO) BGH vom 14.12.2010 – Ein Vielzahl von unwesentlichen Details in einer Urteilsbegründung kann den Bestand des Urteils gefährden (1 StR 556/10)

Der erste Strafsenat des BGH hat in einer aktuellen Entscheidung erneut darauf hingewiesen, dass zu detaillierte Ausführungen in einer Urteilsbegründung den „Blick auf das Wesentliche“ versperren können und letztlich den Bestand des Urteils gefährden können-

BESCHLUSS

1 StR 556/10

vom 15. Dezember 2010

(…)

wegen erpresserischen Menschenraubs u.a.

Der 1. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat am 15. Dezember 2010 gemäß § 349 Abs. 2 und 4 StPO beschlossen:

Auf die Revision des Angeklagten wird das Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth vom 30. April 2010 im Ausspruch über den Verfall von Wertersatz aufgehoben, soweit mehr als 1.100 € für verfallen erklärt sind. Insoweit wird auf die zutreffenden Ausführungen des Generalbundesanwalts verwiesen.

Die weitergehende Revision des Angeklagten wird als unbegründet verworfen.

Der Beschwerdeführer hat die Kosten seines Rechtsmittels zu tragen ...

Zum vollständigen Artikel


Cookies helfen bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung erklären Sie sich mit der Cookie-Setzung einverstanden. Mehr OK