Abzocke beim Abschluss eines Mietvertrages?

Ein leider in der Praxis nicht ganz seltener Fall: Eine Mieterin hatte sich bei einem Makler um Mieträume beworben. Der Makler forderte die Vertragunterlagen beim Vermieter an und der Mietvertrag wurde in den Räumen des Maklers unterzeichnet. Der Makler machte eine Privision in Höhe von zwei Monatskaltmieten zuzüglich Mehrwertsteuer geltend, die die Mietrin auch entrichtete. Dies bereute sie aber später und verklagte den Makler vor dem Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg (Urteil vom 16.03.1999 - 9 C 650/98 -). Dieses gab der Klage statt und führte zur Begründung aus, dass dem Makler ein Anspruch auf Provision gem. § 2 WoVermG nur zustehe, wenn infolge der Vermittlung oder des Nachweises einer Wohnung ein Mietvertrag zustande kommt. Eine Vermittlung in diesem Sinne läge nur bei einer bewussten finalen Herbeiführung der Abschlussbereitschaft des Vertragspartners vor. Nicht ausreichend sei irgendeine Tätigkeit im Zusammenhang mit dem Vertragsschluss ...Zum vollständigen Artikel


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