Auch im neuen Jahr brennen noch die Lichtlein

Straßenbeleuchtung ist ein Dauerbrenner. Kurz vor Weihnachten hat PwC nun die Ergebnisse einer Benchmark-Analyse über die kommunale Straßenbeleuchtung veröffentlicht. Sie zeigt, dass die Stromkosten, die die Städte und Gemeinden pro Laterne ausgeben, sehr stark variieren. Im Mittel sind dies bei den befragten Kommunen 55 EUR pro Jahr. Dabei werden in den 25 % der Kommunen mit dem niedrigsten Energiebedarf nur bis 280 kWh je Laterne und Jahr verbraucht, während die 25 % mit dem höchsten Verbrauch von 400 kWh bis über 600 kWh erreichen. Bei einer Reduzierung des Verbrauchs auf 270 kWh könnten rund 22 Millionen Euro oder rund 20 Prozent pro Jahr eingespart werden, bei Nutzung der neuen LED-Technik sogar 30 – 50 % .

Trotz dieser doch recht erschreckenden Bilanz ist eigentlicher Auslöser der verstärkten Anstrengungen in den Kommunen nicht der Kostendruck oder der Wille zur Senkung des Energieverbrauchs, sondern die Anforderungen aufgrund der Ökodesign-Richtlinie der EU. Im Rahmen dieser Richtlinie werden Mindesteffizienzanforderungen an bestimmte Produktgruppen gestellt, so auch an die Straßenbeleuchtung, die ab 2015 greifen. Es besteht daher akuter Handlungsbedarf.

Dabei geht es nicht nur um eine Erneuerung der Laternen. Der derzeitige Status Quo ist auch ein Beleg dafür, dass die systemimmanenten Anreizstrukturen falsch gesetzt sind. Betrieb und Wartung der Straßenbeleuchtung werden vielfach als Annex zur Stromkonzession an den örtlichen Versorger mit vergeben. Das bedeutet, dass der Versorger einen seiner besten Kunden selbst steuern kann ...

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