Weiterkämpfen trotz erlittener Niederlage

Vor längerer Zeit erhielten wir die Kündigung unseres Vermieters. Vorausgegangen war dieser ein Streit um die Nebenkosten. Der Anwalt unseres Vermieters glaubte, sich bei der Kündigung auf § 573a BGB berufen zu können. Man kommt sich ehrlich gesagt wie ein Mietnomade vor, wenn man so eine Kündigung erhält, nur weil man sich bei den Nebenkosten nicht über den Tisch ziehen lassen wollte. Wir zahlen brav per Dauerauftrag unsere Miete, behandeln die Mietsache ordentlich und sind ruhig. Das reicht offensichtlich nicht, so dass § 573a BGB als willkommenes Mittel taugt, dem Streit um die Nebenkosten ein Ende zu bereiten. Nun gut, so kam es anstelle eines Prozesses um die Nebenkosten schließlich zum Räumungsprozess. Die Klage unseres Vermieters wurde abgewiesen, schon im Oktober 2010. Jetzt erhielten wir zum Jahresende 2010, nämlich gestern, ein Schreiben des gegnerischen Anwalts, in welchem er (neben allerhand Nonsens) im letzten Absatz um Mitteilung bittet, wann wir das Mietobjekt zu räumen gedenken. Da konnte ich mir ein Lachen nicht verkneifen. Hat der Mann denn nicht gemerkt, dass wir den Prozess gewonnen haben? Ist der so schwer von Begriff? Wir könnten hier rein theoretisch wohnen bis wir umfallen. Es ist zwar in der Tat so, dass wir im Prozess äußerten, bis spätestens Mitte 2011 aus persönlichen Gründen ohnehin ausziehen zu wollen, was aber von ein paar im Prozess genannten Faktoren abhängig ist. Und von einem bloßen "Räumen" kann dann sowieso keine Rede mehr sein, denn nach einem Urteil, in dem die Unwirksamkeit der Kündigung festgestellt wurde, ist nun einmal eine neue Kündigung durch uns erforderlich, bevor wir ausziehen, was ein Anwalt doch eigentlich wissen sollte ...Zum vollständigen Artikel

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