Urteil: Kein Recht auf Umgang mit dem Familienhund

Scheidungshund Emma

Zugegeben, die tägliche Praxis des Scheidungsanwalts spielt sich eher im Bereich zwischen Ölmilliardär-benötigt-Ehevertrag und Rosenkrieg-um-Dalmatinerhündin-Emma ab. Trotzdem mögen auch Richter Extremfälle,weshalb der Präsident des Oberlandesgerichts (OLG) Hamm kurz vor Weihnachten ein neues Urteil seines Familiengerichts zur Tierliebe veröffentlichte.

Kein rechtlicher Anspruch auf ein Umgangsrecht mit dem Familienhund!

(Pressemitteilung des Präsidenten des OLG Hamm vom 15.12.2010)

Der 10. Senat für Familiensachen des Oberlandesgerichts Hamm hat entschieden, dass einem getrennt lebenden Ehegatten kein rechtlicher Anspruch auf ein Umgangsrecht mit einem während der Ehezeit angeschafften bei dem anderen Ehegatten lebenden Hund zusteht.

Der während der Ehezeit angeschaffte Hund verblieb nach der Trennung der Parteien vereinbarungsgemäß bei dem Ehemann. Die Ehefrau wollte an zwei Tagen in der Woche für jeweils einige Stunden ein Umgangsrecht mit dem Hund gerichtlich durchsetzen und begehrte hierfür die Bewilligung von Verfahrenskostenhilfe. Ohne Erfolg!

Ein gesetzlicher Anspruch auf eine zeitlich begrenzte Nutzungsregelung hinsichtlich des Hundes besteht nach Auffassung des Senats nicht. Mit den Vorschriften über die Hausratsverteilung bei Getrenntleben der Ehegatten könne die begehrte zeitweise Nutzungsregelung nicht begründet werden ...

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