Teilzeit nach Elternzeit

Das Landesarbeitsgericht Schleswig- Holstein (LAG Schleswig-Holstein) – 3 SaGa 14/10 – hat mit Urteil vom 15.12.2010 in einem für das Arbeitsrecht geradezu typischen Fall entschieden, dass einem Teilzeitwunsch unter Umständen auch dann stattgegeben werden muss, wenn die gewünschte Verteilung der Arbeitszeit dazu führt, dass nicht im betriebsüblichen Wechsel in Vormittags- und Nachmittagsschicht gearbeitet wird. Es gab dem Antrag einer Schneiderin auf Erlass einer Einstweiligen Verfügung statt, die nach dem Ende der Elternzeit für ihren Arbeitgeber nur noch in Teilzeit und zwar ohne Abdeckung der Nachmittagsschicht arbeiten wollte.

Die Arbeitnehmerin ist seit 1999 bei der Beklagten als Änderungsschneiderin tätig. Nach der Geburt ihrer Tochter befand sie sich bis zum 16.12.2010 in Elternzeit. Nachdem sie für ihr Kind für drei Tage in der Woche einen Platz in einer Kindertagesstätte von jeweils 7 Uhr bis 16 Uhr gefunden hatte, teilte sie ihrem Arbeitgeber erst ohne konkretere Angaben mündlich im August 2010, dann mit Schreiben vom 29.09.2010 konkret mit Angabe der Stundendauer ihren Wunsch nach Teilzeittätigkeit mit. Sie wünschte unabhängig vom Samstag eine Teilzeittätigkeit dienstags bis donnerstags von 9 Uhr bis 14.30 Uhr, da sie auf Ehemann und Verwandte nicht zurückgreifen könne ...

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