Körperverletzung mit Todesfolge durch Zitronensaft?

Der Bundesgerichtshof hat (Urteil v. 22.12.2010, Az.: 3 StR 239/10) ein Urteil des Landgerichts Mönchengladbach aufgehoben, mit welchem ein Arzt wegen Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt wurde. Der Angeklagte hatte eine Darmoperation bei einer Patientin durchgeführt und die Wunde anschließend mit Zitronensaft behandelt. Er hatte die Patientin hierüber zuvor nicht in Kenntnis gesetzt. Der Zitronensaft war unter nicht sterilen Bedingungen gewonnen worden.

Nachdem durch eine Infektion eine massive Wundheilungsstörung eintrat, nahm der Arzt wohl eine neue Operation vor und brachte nach den Feststellungen des Landgerichtes hernach erneut Zitronensaft in die Wunde ein. Die Patientin verstarb dann offenbar an einer Wundinfektion.

Das Landgericht war der Auffassung, der Angeklagte hätte bereits vor dem erstmaligen Einbringen des Zitronensaftes die Patientin über den Einsatz aufklären müssen. Dies verneinte jedoch der BGH ...

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