Weihnachtsgeschenk durch AG Elmshorn

Die beiden Frauen führen seit 2007 eine eingetragene Lebenspartnerschaft.

Im Jahr 2009 wurde eine der beiden aufgrund eines gemeinsamen Wunsches beider Lebenspartnerinnen in einer dänischen Klinik mit dem Samen eines anonymen Spenders inseminiert, wodurch die Anzunehmende entstand und im Jahr 2010 auf die Welt kam.

Die Mutter und ihre Lebenspartnerin wünschten eine schnelle Entscheidung über die Adoption.

Dem entsprach das AG Elmshorn:

Ein Adoptionspflegejahr ist nicht einzuhalten. Denn Sinn und Zweck des Adoptionspflegejahrs ist, die Prognose zum Kindeswohl (§ 1741 Abs. 1 BGB) und zum Entstehen einer wirklichen Eltern-Kind-Beziehung zu erleichtern. Vorliegend bestehen jedoch gerade hieran keinerlei Zweifel: Die Adoption entspricht dem Kindeswohl. Eine Mutter-Kind-Beziehung zwischen der Annehmenden und der Angenommenen besteht. Denn das Kind ist ein Wunschkind beider Partnerinnen. Es ist, dies hat die persönliche Anhörung ergeben, aufgrund eines gemeinsamen Entschlusses der Partnerinnen entstanden und wird von beiden Partnerinnen gleichermaßen geliebt und umsorgt. Bereits die Schwangerschaft der weiteren Beteiligten ist von der Annehmenden intensiv begleitet worden.

Es ist nicht zu erwarten, dass sich an dieser Eltern-Kind-Beziehung etwas ändern könnte.

Zudem gebietet die Gleichbehandlung von ehelich geborenen, unehelich geborenen und in einer Lebenspartnerschaft geborenen Kindern, zeitnah die Adoption auszusprechen. Art. 3 Abs ...

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